Prämierung von Fraunhofer IFAM-Forschern in den USA

SAE International prämiert Fraunhofer IFAM-Forscher in den USA mit der „Wright Brothers Medal“.

Foto: © SAE International

Die Wright Brothers Medal prämiert seit 1927 jährlich die besten wissenschaftlichen Paper im Kontext Entwicklung, Design, Konstruktion oder Betreiben von Luftfahrtzeugen. Sie wird von der SAE International, eine der weltweit führenden Vereinigungen von Ingenieuren und Technikexperten im Mobilitätssektor, vergeben.

Dr. h.c. Paul Mascarenas, B.Sc., der Präsident der SAE International, verlieh den diesjährigen Preis für die Veröffentlichung »Real Time Pose Control of an Industrial Robotic System for Machining of Large Scale Components in Aerospace Industry Using Laser Tracker System« (DOI 10.4271/2017-01-2165; saemobilus.sae.org/content/2017-01-2165/) an das Team rund um Dipl.-Ing. Christian Möller: Hans Christian Schmidt, M.Sc., Philip Koch, M.Sc., Christian Böhlmann, M.Eng., und Dr.-Ing. Simon Kothe vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Stade sowie PD Dr.-Ing. habil. Jörg Wollnack und Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Hintze von der Technischen Universität Hamburg TUHH.

Ziel der dieser Veröffentlichung zugrundeliegenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Projektteams ist die Steigerung der Genauigkeit von Industrierobotern durch den Einsatz eines externen Lasertracker-Messsystems. Das Messsystem erlaubt die Detektion von Bahnabweichungen zur Prozesslaufzeit, welche durch inhärente Roboterfehler oder durch externe Störeinflüsse, wie zum Beispiel durch Prozesskräfte, zwangsläufig auftreten.

Durch einen Echtzeitregelkreis können die detektierten Abweichungen an die Robotersteuerung zurückgegeben und so eine Online-Bahnkorrektur durchgeführt werden. Dadurch ist es möglich, die hohen Genauigkeitsanforderungen der Luftfahrtindustrie bei der Fertigung von Großstrukturen einzuhalten und den Roboter als Ersatz für unflexible und teure Sondermaschinen einzusetzen – ein Meilenstein für die wandlungsfähige Produktion. Roboter, die wie hier gezeigt durch Sensorik in ihrer absoluten Positionier- und Bahngenauigkeit gesteigert werden, sind auch für andere Branchen von Interesse, in denen die Herstellung von Großstrukturen relevant ist, z.B. im Windenergieanlagenbau, im Schienenfahrzeugbau, im Nutzfahrzeugbau oder im Schiffbau. Die Fraunhofer IFAM-Experten realisierten bereits erste Anwendungen in diesen Bereichen.

Herausgeber dieser Pressemitteilung Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

 Montag, 22 Juli, 2019  15:15 [56 days]
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