Initiative Supply Chain Excellence präsentiert Studie zum Luftfahrtstandort Deutschland sowie Maßnahmen zur Unterstützung der Luftfahrtzulieferindustrie

Die bundesweite Initiative der deutschen Luftfahrtverbände, Cluster und Initiativen „Supply Chain Excellence“ hat im Rahmen der ILA Berlin Air Show die Ergebnisse einer Studie zum Luftfahrtstandort Deutschland vorgestellt. Die Ergebnisse fließen in ein Maßnahmenbündel zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit insbesondere mittelständischer Zulieferbetriebe.

Eröffungsveranstaltung des International Suppliers Center (ISC), Arndt Schoenemann, Geschäftsführer der Liebherr - Aerospace Lindenberg GmbH // Bild: ©Niedersachsen Aviation

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie führte die Initiative Supply Chain Excellence im Frühjahr 2016 eine umfangreiche Studie zur Positionierung deutscher Luftfahrtzulieferer durch. Dabei wurden insgesamt 2.300 Betriebe identifiziert, die in den sechs untersuchten Commodities „Struktur“, „Kabine“, „Systeme“, „Engineering/Testing/Forschung“, „Maschinen- und Anlagenbau/Tooling“ und „MRO“  tätig sind.

Die deutsche Luftfahrtzulieferindustrie beschäftigt demnach über 100.000 Mitarbeiter und verzeichnet einen Jahresumsatz von mehr als 30 Mrd. EUR. Aufgrund der gewählten Systematik und der engen Kooperation aller Verbände und Cluster konnte die Initiative somit erstmals einen flächendeckenden Überblick über die in der Luftfahrt tätigen Unternehmen schaffen, der die vollständige Wertschöpfungskette vom Flugzeughersteller (OEM) bis zur nachgelagerten Wertschöpfungskette abbildet. Die Befragung der Unternehmen übernahmen die jeweils in den unterschiedlichen Regionen tätigen Cluster und Verbände, die enge Kontakte zu den Unternehmen vor Ort pflegen.

Niedersachsen Aviation und der bayrische Luftfahrtverband bavAIRia führen gemeinsam das Programmbüro der Initiative und koordinierten die Erhebung. „Die Studie zeigt deutlich, welche enorme Breite und Tiefe die deutsche Luftfahrtzulieferindustrie heute bietet.“ erklärt Norbert Steinkemper, der das Programmbüro Nord der Initiative „Supply Chain Excellence“ leitet. „Deutsche Zulieferer sind in nahezu allen Teilsegmenten der Branche signifikant vertreten. Gleichzeitig sind jedoch große Herausforderungen zu bewältigen, um im Strukturwandel auch zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Die Ergebnisse der Studie überführt die Initiative  nun in ein umfangreiches Maßnahmenbündel , mit dem Unternehmen konkrete Angebote zur Bewältigung des Strukturwandels erhalten. Verbände, Bund und Länder sowie Vertreter der Industrie erarbeiten momentan die Grundlagen der Umsetzung.

Die Maßnahmen erfolgen innerhalb von sechs Arbeitsbereichen, für deren Leitung jeweils ein Verband verantwortlich ist. Niedersachsen Aviation leitet den Arbeitsbereich Geschäftsmodelle und hat mit der Umsetzung bereits begonnen. Am 28. Juni fand der erste aus einer Reihe von Stakeholder-Workshops zur Entwicklung eines Quick-Checks zur Geschäftsmodellanalyse statt. Unternehmen, die sich bei der Entwicklung dieses Quick-Checks beteiligen möchten, sind aufgerufen sich bei Norbert Steinkemper zu melden.

Darüber hinaus sind bereits weitere Maßnahmen in den Bereichen „Sales & Operations Planning“ (Federführung bavAIRia e.V.) und „Kooperationen“ (Federführung LR BW e.V.), Finanzierung (Federführung BDLI) sowie Internationalisierung (Federführung Hamburg Aviation e.V.) und Industrial Performance (Federführung Hanse Aerospace e.V. sowie SPACE Deutschland) angelaufen. U.a. sind Planungen für die Umsetzung von SPACE-Verbesserungsprojekten bei mehreren niedersächsischen Unternehmen angelaufen.

Weitere Informationen zur Initiative Supply Chain Excellence finden Sie unter www.aerospace-germany.de.

Kontakt

Norbert Steinkemper
steinkemper@niedersachsen-aviation.de
Tel: 040-355 103 424

 Freitag, 08 Juli, 2016  13:04 [3 yrs]
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