Erfolgreicher DLRK in Braunschweig geht zu Ende

320 Vorträge und Poster in 88 Sitzungen, sechs spannende Plenarvorträge, drei Ehrungen für herausragende Leistungen in der Luft- und Raumfahrt und insgesamt 650 Teilnehmer.

DGLR-Kongress
DGLR-Kongress // Bild: ©DGLR

„Der diesjährige DLRK war für uns ein voller Erfolg“, sagte DGLR-Präsident, Prof. Rolf Henke. „Die Teilnehmerzahl ist gegenüber den letzten Jahren gestiegen und wir präsentierten wieder viele spannende Themen. Wir konnten dazu beitragen neue Kontakte entstehen zu lassen und Mitarbeiter aus Forschung und Industrie weiter zu vernetzen.“ Brigitte Zypries, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, drückte in ihrem Eröffnungsvortrag den Wunsch aus, dass die Ergebnisse des Kongresses auch in die Politik dringen und dieser als Beratung dienen mögen. Der zweite Eröffnungsvortrag kam von Patrick Ky, Executive Director der European Aviation Safety Agency (EASA), der unter anderem auf die Herausforderung hinwies, die die vielen und schnellen technischen Neuerungen an die Flugsicherheit stellten.

Ein besonderes Highlight des Braunschweiger DLRK war der Besuch des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst. Gerst hielt einen Plenarvortrag zu seiner Blue-Dot-Mission in 2014, beantwortete diverse Fragen zu seiner anstehenden Mission von Mai bis November 2018 und ging auf die Notwendigkeit der astronautischen Raumfahrt ein. Für seine wissenschaftliche Arbeit aber auch für seine herausragende Öffentlichkeitsarbeit über die Sozialen Medien erhielt Gerst außerdem die Ehrenmitgliedschaft der DGLR. Gerst freute sich über die Auszeichnung und wies im Rahmen einer Pressekonferenz darauf hin, wie wichtig die  Zusammen- und Teamarbeit mit den Wissenschaftlern sei.

Darüber hinaus konnte der Ludwig-Prandtl-Ring für Verdienste durch hervorragende eigene Arbeiten um die Flugwissenschaften in all ihren Disziplinen in diesem Jahr an Prof. Egbert Torenbeek verliehen werden. Ein Team bestehend aus Mitarbeitern der Airbus Group und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhielt die Ehrennadel der Deutschen Luftfahrt für ihren Entwurf und die Umsetzung des Sharklets für Flugzeugflügel.

In den insgesamt 320 Vorträgen, die über die drei Kongresstage in Parallelsitzungen stattfanden, wurden neue Entwicklungen vorgestellt und Forschungsansätze diskutiert. Die Themen reichten von der astronautischen Raumfahrt bis zu den Zukunftsbildern der Luftfahrt. Dazu fanden sechs gut besuchte Plenarvorträge zu aktuellen Themen in der Luft- und Raumfahrt, wie zum Beispiel den Additiven Fertigungsverfahren (3D-Druck) oder der Rosetta-Mission, statt. Die Pausen zwischen den Vorträgen nutzten die Teilnehmer für ausgiebiges Networking.

Der Termin für den nächsten Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK) steht bereits fest. Der 66. DLRK wird vom 5. bis 7. September 2017 in Garching bei München stattfinden.

Die DGLR

Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal-Oberth e.V. (DGLR) ist die älteste Institution in der Bundesrepublik Deutschland, die allen, die sich privat oder beruflich mit Luft- und Raumfahrt beschäftigen, ein gemeinsames Forum bietet. Hier vernetzt sich das Wissen der Luft- und Raumfahrt, aktuelle Projekte und Entwicklungen werden vorgestellt und gute Ideen gefördert und honoriert.

 Freitag, 16 September, 2016  10:44 [2 yrs]
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