Forschungseinrichtungen in Niedersachsen

Folgende niedersächsische Forschungseinrichtungen bieten ein breites Spektrum an Luft- und Raumfahrtrelevanten Instituten, Studiengängen und Infrastruktur. Eine exzellente Wissensvermittlung, Grundlagen- sowie industrienahe Forschung sind somit in Niedersachsen garantiert.

Einen kompakten Überblick über die niedersächsische Forschungslandschaft finden Sie auch in unserem Standortprofil (in englischer Sprache).

Einen exzellenten Überblick über die Forschungslandschaft inkl. einer Kurzvorstellung aller Institute bietet die Broschüre des Niedersächsischen Forschungszentrums für Luftfahrt (in englischer Sprache).

Fachhochschulen

Hochschule 21 (Buxtehude)

Jade Hochschule (Wilhelmshaven)

Unabhängige Forschungseinrichtungen

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

Kostengünstig, flexibel und schnell – Branchen wie der Flugzeugbau, der Nutzfahrzeugbau oder der Automobilbau setzen zunehmend auf Produktionsumgebungen, die sich einer veränderlichen Kundennachfrage ohne nennenswerten Aufwand anpassen. Seit September 2010 entwickeln die Wissenschaftler der Abteilung Automatisierung und Produktionstechnik im Forschungszentrum CFK Nord am Standort Stade modulare Lösungen für die Verwirklichung der wandlungsfähigen Produktion.

Der Fokus liegt auf der Automatisierung von Prozessen, die sich permanent und mit hoher Präzision an wenig maßhaltige oder wechselnde Bauteile, veränderliche Produktionsabläufe oder menschliche Arbeitsanteile anpassen müssen. Dafür setzen die Fraunhofer-Wissenschaftler durch Linearachsen oder Bodenfahrzeuge mobilisierte Robotereinheiten ein, die nicht nur untereinander sondern auch mit aktiv formerfassenden und formgebenden Bauteilaufnahmen kooperieren.

Gemeinsam mit Industrie- und Forschungspartnern werden in einer Halle mit 4000 m² Fläche und 25 Metern Höhe automatisierte klebtechnische Montage, Bearbeitung von Leichtbaustrukturen sowie innovative Faserverbund-Fertigung (FlexPLAS®) bis in die Dimension von Großbauteilen realisiert. Verschiedene Leichtbauwerkstoffe, insbesondere carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK), stehen derzeit im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM
Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST

Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST

Das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST bietet als innovativer FuE-Partner Lösungen in der Oberflächentechnik, die gemeinsam mit Kunden aus Industrie und Forschung erarbeitet werden. Das »Produkt« ist die Oberfläche, die durch Modifizierung, Strukturierung und/oder Beschichtung für Anwendungen primär in den Geschäftsfeldern Maschinenbau, Werkzeuge und Fahrzeugtechnik, Energie und Elektronik, Optik, Life Science und Umwelt sowie Luft- und Raumfahrt optimiert wird.

Die zentralen Technologiefelder des IST sind

  • die Atmosphärendruckverfahren mit den Schwerpunkten elektrochemische Verfahren und Atmosphärendruckplasmaverfahren,
  • die Niederdruck-Plasmaverfahren mit den Schwerpunkten Magnetronsputtern, hochionisierte Plasmen und plasmaaktivierte Gasphasenabscheidung
  • sowie die chemische Gasphasenabscheidung mit dem Schwerpunkt Heißdraht-CVD.
  • Im Zentrum für Tribologische Schichten stehen Reibungsminderung, Verschleiß- und Korrosionsschutz und die Mikro- und Sensortechnik im Vordergrund.
  • Das Anwendungszentrum für Plasma und Photonik am Standort Göttingen arbeitet an Atmosphärendruck- und mobilen Plasmaquellen sowie an Laser-Plasma-Hybridsystemen.

Die Kompetenz des Fraunhofer IST besteht vor allem in der Beherrschung der Prozesse und ihrer Kombination mit einer Vielzahl von Schichten, wobei ein breites Spektrum an Schichtfunktionen realisiert werden kann. Die umfangreichen Erfahrungen in der Schichtherstellung und Schichtanwendung werden unterstützt durch eine entsprechende Schicht- und Oberflächenanalytik, für die die modernsten Geräte zur Verfügung stehen, sowie durch die Simulation der vakuumbasierten Beschichtungsprozesse.

Eine der besonderen Stärken des Instituts besteht darin, aus dem vorhandenen Spektrum an Verfahren die für die jeweilige Aufgabenstellung optimale Kombination auszuwählen.

Neben der Erforschung wissenschaftlicher Grundlagen in Kooperation mit Universitäten und Forschungs­einrichtungen entwickeln etwa 130 Mitarbeiter in enger Zusammenarbeit mit Anwendern aus der Industrie maßgeschneiderte Oberflächen und Prozesse: vom Prototyp über wirtschaftliche Produktionsszenarien und die Skalierung auf industrielle Maßstäbe bis hin zu Transfer und Implementierung der Technologie beim Kunden.

Das Leistungsangebot des Fraunhofer IST wird sowohl durch die Kompetenzen anderer Institute des Fraunhofer-Verbunds Light & Surfaces als auch durch die des Instituts für Oberflächentechnik IOT der TU Braunschweig ergänzt, das Prof. Günter Bräuer neben dem Fraunhofer IST in Personalunion leitet. Viele Projekte werden mit öffentlichen Mitteln des Landes Niedersachsen, des Bundes, der Europäischen Union und anderer Institutionen gefördert.

Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST

Forschungsinfrastruktur

CFK NORD

CFK NORD

Das CFK NORD in Stade ist ein hochmodernes Forschungszentrum für die Produktion von Bauteilen aus carbonfaserverstärktem Kunststoff.

In Europa einzigartig ist mit dem CFK NORD die komplette Ideen- und Produktionskette von CFK vertreten: von der Hochschule im Hansecampus Stade, über das Technologiezentrum CFK Valley Stade Technology, dem Dienstleistungszentrum CFK Valley Stade Service, den Zulieferern am Standort bis zum Einsatz der Bauteile im Stader Airbus-Werk.

CFK NORD
DNW - German-Dutch Wind Tunnels

DNW - German-Dutch Wind Tunnels

DNW, the German-Dutch Wind Tunnels, was established by the German Aerospace Center DLR and the Dutch Aerospace Center NLR.

DNW is a non-profit foundation under Dutch law, with headquarter in Marknesse in the Netherlands. Its tunnels are situated in a number of locations in the Netherlands and Germany: Marknesse, Amsterdam, Braunschweig, Göttingen and Köln.

DNW operates its own large, low-speed facility and the aeronautical wind tunnels of DLR and NLR. DNW provides solutions for the experimental simulation requirements of aerodynamic research and development projects. These projects can originate in the research community (universities, research establishments or research consortia) or in the course of industrial development of new products. Most of the industrial development projects originate in the aeronautical industry.

5 out of its 10 wind tunnels are located in Niedersachsen:

  • The NWB in Braunschweig is a closed-circuit low speed wind tunnel of the atmospheric type, located on the premises of the DLR.
  • The transonic wind tunnel (TWG) in Göttingen is a facility for research and development tests in the transonic and supersonic domain.
  • The high-pressure wind tunnel (HDG) in Göttingen is a research and development facility for aerodynamic experiments.
  • The cryogenic Rohr wind tunnel (KRG) in Göttingen is a research and development facility for aerodynamic experiments.
  • The Ludwieg tube (RWG) tunnel in Göttingen is a research and development facility for aerodynamic experiments at supersonic and cold hypersonic flow.
DNW - German-Dutch Wind Tunnels
Forschungsflughafen Braunschweig

Forschungsflughafen Braunschweig

Der Forschungsflughafen Braunschweig ist eines der innovativsten Wirtschafts- und Wissenschaftscluster Europas. Mit seinem verkehrsträgerübergreifendem Portfolio entwickelt sich hier Europas führendes Kompetenzzentrum für Mobilitätsfragen.

www.forschungsflughafen.de

Forschungsflughafen Braunschweig
Open Hybrid LabFactory e.V.

Der LeichtbauCampus

Open Hybrid LabFactory e.V.

Der LeichtbauCampus

Der LeichtbauCampus Die öffentlich-private Partnerschaft Open Hybrid LabFactory wurde im Jahr 2012 unter der Federführung des Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) der TU Braunschweig gemeinsam mit den Industriepartnern initiiert.

Im LeichtbauCampus Open Hybrid LabFactory werden großserientaugliche Fertigungs- und Produktionstechnologien für die wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Herstellung hybrider Leichtbaukomponenten aus Metallen, Kunststoffen und textilen Strukturen entwickelt.

Open Hybrid LabFactory e.V.
Technologiezentrum Nordenham

Technologiezentrum Nordenham

In dem Technologiezentrum sind Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitute, Dienstleister und Zulieferer ansässig, die anwendungsbezogene Entwicklungsstrukturen für die Verbundwerkstoff-Fertigung (mit dem Schwerpunkt Kohlefaser verstärkte Kunststoffe - CFK) und Montagetechnologie (insbesondere von Großkomponenten) entwickeln und aufbauen.

Technologiezentrum Nordenham

Weitere Forschungseinrichtungen

Aeronautics Research Centre (NFL)

Aeronautics Research Centre (NFL)

Das NFL ist die wissenschaftliche Vereinigung der luft- und raumfahrttechnischen Institute der TU Braunschweig, des DLR und der Leibniz Universität Hannover zur

  • Stärkung und Vernetzung des Wissenschaftsstandorts Forschungsflughafen Braunschweig und
  • Förderung grundlegender, koordinierter Forschungsprogramme der Partner mit dem Ziel exzellenter wissenschaftlicher Leistungen.

Dies geschieht durch

  • die Initiative, Planung und Koordination bei grundlegenden, interdisziplinären Forschungsvorhaben der Luft- und Raumfahrttechnik,
  • die Unterstützung bei der Abstimmung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungsstrategien sowie der Investitionen in Forschungsgroßgeräte der Partner,
  • die Koordination gemeinsamer wissenschaftlicher Veranstaltungen,
  • die Vertretung der Interessen seiner Mitglieder gegenüber Gesellschaft, Industrie und Politik.
Aeronautics Research Centre (NFL)
CTC GmbH Stade – Composite Technology Center

CTC GmbH Stade – Composite Technology Center

Das CTC ist Deutschlands führendes Zentrum für Forschung und Entwicklung im Bereich Design und Fertigung von großen und komplexen CFK Bauteilen; mit internationaler Wahrnehmung als Experte für Spezifikation, Hochlauf und Serienunterstützung. Oberstes Ziel der Arbeit des CTC ist die Entwicklung von Serientechnologien für die Fertigung und Montage von CFK Bauteilen im Flugzeugbau.

www.ctc-gmbh.com

CTC GmbH Stade – Composite Technology Center
IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover

IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover

Das IPH forscht anwendungsnah in den Ingenieurswissenschaften. Rund 30 wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten interdisziplinär an Forschungsprojekten zu den Kernthemen Prozesstechnik, Produktionsautomatisierung und Logistik. Schwerpunkte setzt das IPH zudem mit seiner Forschung zu XXL-Produkten – beispielsweise Windenergieanlagen, Schiffen oder Fördertechnik für den Bergbau – und zum Themenfeld Industrie 4.0.

Ziel des IPH ist es, neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, innovative Ideen weiterzuentwickeln und dazu beizutragen, diese in der Industrie umzusetzen.

www.iph-hannover.de/de/

IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover
Laser Zentrum Hannover e.V.

Laser Zentrum Hannover e.V.

Forschung, Entwicklung, Beratung, Aus- und Weiterbildung sowie Nachwuchsförderung in den Bereichen Photonik und Lasertechnologie sind die zentralen Aufgaben des LZH mit den Forschungsschwerpunkten:

  • Optische Komponenten und Systeme
  • Optische Produktionstechnologien
  • Biomedizinische Photonik

Die Arbeit in den geförderten Forschungsprojekten ist dabei stets an aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Wirtschaft ausgerichtet. Bei den Industrieaufträgen steht der direkte Kundennutzen im Fokus der Arbeiten des LZH.

www.lzh.de/de

Laser Zentrum Hannover e.V.
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Die PTB ist das nationale Metrologie-Institut mit wissenschaftlich-technischen Dienstleistungsaufgaben. Die PTB misst mit höchster Genauigkeit und Zuverlässigkeit - Metrologie als Kernkompetenz. Die PTB steht für Fortschritt und Zuverlässigkeit in der Messtechnik für Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft.

www.ptb.de/cms/de.html

Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)