COTESA rüstet sich mit Laserprojektoren von LAP für die Serienproduktion

Bei der Composite-Fertigung von GFK-Rumpfbauteilen setzt der Luftfahrt-Zulieferer im Werk Mochau auf digitale Lasertechnik

Peer Stelling, Fertigungsentwicklung, COTESA GmbH
Peer Stelling, Fertigungsentwicklung, COTESA GmbH // Foto: ©Eric Shambroom Photography

Im sächsischen Mochau werden Hightech-Komponenten aus Faserverbundwerkstoffen für die A320-Familie von Airbus gefertigt. Zukünftig soll der Composite-Layup komplett laserprojektionsgestützt erfolgen. COTESA implementierte daher Laserprojektoren inklusive Steuerungssoftware des Laserspezialisten LAP.
Das System bewährt sich bereits in der Vorserienfertigung. 2018 soll die laserprojektionsbasierte Serienproduktion der Leichtbauteile starten.

LAP GmbH Laser Applikationen, Lüneburg (Deutschland), September 2017

Jährlich über 10.000 GFK-Bauteile für die Rumpfverkleidung der A320-Familie verlassen das 2016 eröffnete Werk Richtung Airbus in Hamburg. Durch den Auftrag zur Erweiterung der Wertschöpfungstiefe bei COTESA durch Lackierung und Montage der Bauteile entstanden in Mochau auf rund 12.000 Quadratmetern zusätzliche Produktionskapazitäten. „Wir fertigen über 30 verschiedene Rumpfbauteile in Serie, die den hohen Anforderungen der Luftfahrt an die Bauteilequalität entsprechen. Darunter auch deutlich größere, komplexe Komponenten“, erklärt Peer Stelling, Fertigungsentwickler bei COTESA. Ohne moderne produktionsunterstützende Technologien wäre dies kaum möglich. Mit dem Laserprojektionssystem legt das Unternehmen die technische Infrastruktur, um zukünftig noch effektiver fertigen zu können.

So nahtlos wie der Schichtwechsel
Der aufwendige Herstellungsprozess im Prepreg-Autoklav-Verfahren erfordert ein hohes Maß an Sorgfalt und Präzision. Das Laminieren der Teile in Sandwichbauweise selbst erfolgt im Reinraum in akkurater Handarbeit. Manuelles Messen, Schablonen und Laminierpläne gehören mit dem Laserpositioniersystem jedoch bald der Vergangenheit an. Dazu Peer Stelling: „Der größte Vorteil ist, dass wir im Laminierprozess komplett auf die genannten Hilfsmittel verzichten können. Dies ist ein deutlicher Zeitgewinn. Zusätzlich zum zeitlichen Vorteil müssen die Mitarbeiter keine Legepläne mehr zur Hand nehmen oder sperrige und schwere Schablonen auflegen. Sie können sich voll und ganz auf ihre Tätigkeit konzentrieren und brauchen die Zuschnitte einfach nur entlang der projizierten Laserlinien in den Formen platzieren.“ Bei Arbeitsplatzrotation oder Schichtwechsel – gearbeitet wird im 3-Schicht-Betrieb – kann der nächste Mitarbeiter nahtlos weiterarbeiten. Auch auf Änderungen im Legeplan kann flexibel reagiert werden.

Fehlsicher, schnell und digital
Die Bediener sind froh über die Unterstützung: Jede Kontur wird Lage für Lage präzise mittels Laserprojektion angezeigt. Textprojektionen geben zusätzliche visuelle Hilfestellung, beispielsweise um Zwischenschritte oder die Orientierung von Elementen darzustellen. „Die Mitarbeiter arbeiten sehr routiniert, sicher und intuitiv mit dem System. Selbst ein Blick auf den Monitor ist kaum notwendig. Neue Projektionsschritte können die Laminierer bequem per Fernbedienung starten“, so der Diplomingenieur weiter. Die LAP PRO-SOFT Software steuert alle Arbeitsschritte im Hintergrund. Sie dokumentiert auch die Projektionsschritte und speichert auftragsbezogene Daten, indem für jeden Auftrag ein Logfile generiert wird.

Startklar für die Serienproduktion
COTESAs Wahl bei den Laserprojektoren fiel auf diodenbasierte LAP CAD-PRO Geräte mit grüner Laserquelle. Diese Laser verfügen über eine Betriebsdauer von mehr als 30.000 Stunden, sind fokussierbar und sorgen für gute Sichtbarkeit. Dies alles trägt zur Prozesssicherheit bei. Das Laserprojektionssystem ist zudem so flexibel ausgelegt, wie es unterschiedliche Bauteilgrößen zwischen drei und sechs Quadratmetern erfordern. Für die Bearbeitung größerer Tools sind mehrere der sieben neuen digitalen Arbeitsstationen mit bis zu vier Projektoren im Verbund ausgestattet. „Die Infrastruktur steht, die Abläufe sind eingespielt. Mit dem Laserprojektionssystem sind wir bestens für die Serienproduktion gerüstet“, so Peer Stelling.

Über LAP

Mit laserbasierten Systemen für das Projizieren und berührungsfreie Messen nimmt LAP weltweit eine führende Position ein. LAP entwickelt, produziert und liefert seit über 30 Jahren Lasermesssysteme, Linienlaser und Laserprojektoren für die Industrie und Medizin. Zahlreiche internationale Industrieunternehmen vertrauen auf die Präzisionstechnik „Made in Germany“, um die Qualität ihrer Produkte und die Effektivität ihrer Produktionsprozesse zu erhöhen.
www.lap-laser.com

Über COTESA

COTESA ist führender Hersteller von hochwertigen Faserverbundbauteilen für die Luftfahrt sowie den Automobilbau. An zwei Standorten mit über 700 Mitarbeitern entwickeln und fertigen wir kundenspezifische Lösungen für Komponenten und Baugruppen. Unsere Schwerpunkte sind komplexe CFK-Bauteile wie Profile und Steifen, mehrdimensionale GFK-Sandwichstrukturen sowie hybride Bauteile wie Antriebswellen.
www.cotesa.de

  • Präzises Platzieren mittels Laserprojektion
    Präzises Platzieren mittels Laserprojektion // Foto: ©Eric Shambroom Photography
 Mittwoch, 20 September, 2017  17:09 [33 days]
Share this: